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Wie wir jetzt die Vielfalt der Mode bewahren können

Zusammenhalt und Solidarität – Mit diesen Worten rüstet sich die Welt gegen das Coronavirus. Wir müssen uns sozial voneinander distanzieren und das Shoppen gehen fürs Erste sein lassen. Keine Frage: Betroffen davon sind alle. Letztendlich stellt sich die Frage, wie kann der Zusammenhalt nun aussehen? Insbesondere Kleinunternehmen und Selbstständige bangen aufgrund der verordneten Maßnahmen um ihre Existenz, auch in der Modewelt.

Seit Montag wissen wir: Geschäfte und Freizeiteinrichtungen auf deutschem Boden bleiben erst einmal bis zum 19. April geschlossen. Vielleicht noch länger. Die Schließung betrifft vor allem auch den Einzelhandel. Darunter kleine eigenständige Marken und Modegeschäfte, die mit ihren eigenen kleinen Imperien zur Modewelt beitragen. Zusammen erhalten sie die Vielfalt der Mode. Und damit das kulturelle Leben. Was am Ende bleibt sind die sorgfältig ausgewählten Stoffe, Formen und Farben für die kommende Saison, die im lokalen Geschäft zusammen untergehen.

Und die Kosten? Enorm. Personal- und Mietkosten bleiben bestehen, genau wie offene Rechnungen bei Lieferanten und Dienstleistern, die bezahlt werden wollen. Noch dazu haben wenige Unternehmen finanzielle Reserven über. „Der kritische Faktor ist Zeit. Je länger es dauert, desto mehr Insolvenzen wird es geben, und dann werden auch Kredite nicht helfen.“, erwähnte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher gegenüber Deutschlandfunk.

Solidarität und Achtung

Jetzt heißt es: nicht den Kopf in den Sand stecken. Schaut nach, ob eure lokalen Lieblingsstores nicht auch einen Onlineshop anbieten und unterstützt sie auf diesem Weg. Mit #saveyourlocalbrand markiert ihr lokale Modemarken und Shops, die ihr ernsthaft vermissen würdet, wenn sie diese schwere Zeit nicht überstehen.

In den sozialen Netzwerken rufen vereinzelt Leute dazu auf, nicht online zu shoppen, um die stationären Läden erst nach der Corona Krise einzurennen. Das ist aber nicht richtig, denn den Läden bleibt momentan nichts anderes über, als auf ihre Online Shops zu zählen und darauf zu warten bis Kauffreudige und Modeliebhaber sich dort auf ihre Mode stürzen. Und davon gibt es jede Menge. Sei es die kleine Boutique um die Ecke, die jeden Morgen ihr Schaufenster mit den neuesten It-Pieces beschmückt oder der coole Shop mit den abgefahrenen Sneakern, in den man es nie reingeschafft hat, um sie anzuprobieren. Viele von ihnen haben ebenfalls einen kleinen Onlineshop.

Obwohl die Bundesregierung Notfallkredite im Ärmel hat, ist es immer noch ungewiss, wie lange und ob es überhaupt für diese Zeitspanne reicht. Lasst uns zusammen, die Mode bewahren, die auch in schweren Zeiten immer ein Teil von uns sein wird. Denn wenn nicht, kann es sein, dass möglicherweise nach zwei Jahren einzig die großen Fast Fashion-Konzerne wie H&M und Zara diese Epidemie überstehen werden.

#saveyourlocalbrand - local brands // teil 1 - Segway Sam Media at 11:36 am, März 28, 2020 -

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#saveyourlocalbrand - local brands // teil 2 - Segway Sam Media at 5:02 pm, März 31, 2020 -

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#saveyourlocalbrand - local brands // teil 3 - Segway Sam Media at 7:02 pm, April 2, 2020 -

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